Über Datei-Storage
Ein Datei-Storage ist eine Storage-Architektur, die das NFS-Protokoll (Network File System) verwendet, um Daten als Dateien zu verwalten. Mit Acronis Cyber Infrastructure können Sie Knoten in einem hochverfügbaren NFS-Cluster organisieren, in welchem Sie dann NFS-Freigaben erstellen können. Eine NFS-Freigabe ist ein Zugriffspunkt für ein Volume, der eine IP-Adresse oder ein DNS-Name zugewiesen werden kann. Dem Volume kann wiederum ein Redundanzschema, eine Storage-Ebene und eine Fehlerdomäne zugewiesen werden. Sie können in jeder Freigabe mehrere NFS-Exporte erstellen, bei denen es sich um tatsächlich exportierte Verzeichnisse für Benutzerdaten handelt. Jeder Export hat (neben anderen Eigenschaften) einen Pfad, der – in Kombination mit der IP-Adresse der Freigabe – den Export im Netzwerk eindeutig identifiziert und es Ihnen ermöglicht, den Export mithilfe der üblichen Standard-Tools zu mounten.
Auf der technischen Seite basieren NFS-Volumes auf einem Objekt-Storage. Der Objekt-Storage sorgt nicht nur für Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit, sondern beseitigt auch Limitierungen in Bezug auf die Dateianzahl und die Datenmenge, die Sie im NFS-Cluster aufbewahren können. Jede Freigabe eignet sich perfekt, um Milliarden von Dateien jeder Größe zu speichern. Eine solche Skalierbarkeit bedingt jedoch einen gewissen I/O-Overhead, der bei Dateigrößenänderungen und erneuten Schreiboperationen (Rewrites) anfällt. Aus diesem Grund ist ein NFS-Cluster ein perfekter Storage für Cold Data und Warm Data. Er wird jedoch nicht für Hot Data, als High-Performance-Storage oder für häufig umgeschriebene Daten (wie ausgeführte virtuelle Maschinen) empfohlen. Um Acronis Cyber Infrastructure beispielweise in Lösungen von VMware zu integrieren, verwenden Sie daher am besten iSCSI, weil Sie damit eine bessere Performance als mit NFS erzielen.
Acronis Cyber Infrastructure unterstützt nur NFS Version 4 und höher. Ab Acronis Cyber Infrastructure 4.0 wird pNFS nicht mehr länger unterstützt.